Direkt zum Inhalt

Die Jurys

Insgesamt vier Jurys zeichnen in diesem Jahr die Kurzfilme aus. Die Wettbewerbs-Jury wählt aus allen Kurzfilmen, die in den sechs Wettbewerbsprogrammen laufen, die Gewinner für den Preis der Flensburger Kurzfilmtage, die beste Animation/Mixed Media sowie Wagnis. Eine neue Bildgestaltungs-Jury entscheidet sich aus 20 nominierten Kurzfilmen für die beste Bildgestaltung. Zudem wird der Publikumspreis und in Kooperation mit der Brücke Flensburg der Blickwechsel-Preis verliehen.

Jury Wettbewerb

Matthias Dell

arbeitet als freier Film- und Medienkritiker fürs Deutschlandradio. Bei Zeit.de veröffentlicht er den »Obduktionsbericht«, eine wöchentliche Besprechung der aktuellen Tatort- und Polizeiruf-Folgen. Außerdem Texte für FAS, Tagesspiegel, Cargo u.a. Buchveröffentlichung zu »Duisburg Düsterburg. Werner Ružička im Gespräch« (2018) und »Über Thomas Heise« (2014, beide gemeinsam mit Simon Rothöhler). Zuletzt erschien: »Peter Hacks auf der Fenne in Groß Machnow (1974-2003). Frankfurter Buntbücher 72« (2023). Außerdem gehört er dem Vorstand des Verbands der deutschen Filmkritik (VDFK) an.

© Daniel Seiffert

Willy Hans

studierte Film an der HFBK Hamburg. 2014 gehörte er zu den Gründern des Künstlerkollektivs Spengemann Eichberg Goldkamp Hans. Bis zu seinem Diplom 2016 realisierte er viele Kurzfilme. Besondere Aufmerksamkeit erlangte er mit der Trilogie Das satanische Dickicht (2014-2018). Wenige Jahre später präsentierte er seinen Kurzfilm Was wahrscheinlich passiert wäre, wäre ich nicht zuhause geblieben (2020) bei den Filmfestspielen in Venedig. Mit Der Fleck präsentierte Hans 2024 seinen ersten abendfüllenden Spielfilm, der auf dem Locarno Film Festival in der Sektion Cineasti del presente seine Weltpremiere hatte. Der Film startete wenig später in den deutschen Kinos und erzählt vom zeitlosen Sommerreigen jugendlichen Heranwachsens.

© Paul Spengemann

Ann Carolin Renninger

ist Filmemacherin, Produzentin, Künstlerin im Bereich Buchkunst und Kulturvermittlerin. Mit joon film gründete sie eine Plattform für künstlerische Zusammenarbeiten im Filmbereich, mit der sie sich auf experimentelle und künstlerische Filme spezialisiert hat. Ihr Dokumentarfilm Aus einem Jahr der Nichtereignisse (Co-Regie: René Frölke) hatte 2017 im Forum der Berlinale Premiere. 2020 gewann sie mit dem von ihr produzierten Film Maman Maman Maman (Regie: Lucia Bauer) den Deutschen Kurzfilmpreis. Ihr Film Der Wind nimmt die mit hatte 2023 bei DOK Leipzig Premiere und lief anschließend bei den Flensburger Kurzfilmtagen. Sie öffnet regelmäßig ihr Studio in der Großen Straße in Flensburg für Workshops und Veranstaltungen. Zurzeit ist sie Stipendiatin der Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein.

© joon film/ Nanine Renninger

Jury Bildgestaltung

Lukas Eylandt

wurde in Hamburg geboren und wuchs an der deutsch-dänischen Grenze in einem Künstlerhaushalt auf. Seit seinem Studium mit dem Schwerpunkt Bildgestaltung/Kamera an der Deutschen Film- und Fernsehakademie (DFFB) ist er für die Bildsprache von zahlreichen Kurzfilmen, Independent-Produktionen, Dokumentarfilmen und Werbungen verantwortlich, welche auf zahlreichen nationalen und internationalen Festivals gezeigt und ausgezeichnet wurden. Im Jahr 2020 gründete er mit Freunden die Flensburger Filmproduktionsfirma von Dorsch und ist dort als Künstlerischer Leiter und Produzent tätig. 2025 lancierte er in der Helenenallee das Künstlerhaus Helene, um Räume für Austausch in Flensburgs Kreativszene zu schaffen.

© Lukas Eylandt

Roxana Reiss

ist Kamerafrau aus Berlin, wohnhaft in Kopenhagen und Hamburg. Ihren BFA absolvierte sie an der HFBK Hamburg mit ihrem Abschlussfilm Alturas, der 2019 mit der Lola für den besten Dokumentar-Kurzfilm ausgezeichnet und für den Deutschen Kamerapreis nominiert wurde. Danach folgte das Kamerastudium an der Danske Filmskole, wobei der Abschlussfilm Eternal Father (Regie: Ömer Sami) für die beste Bildgestaltung in einem Dokumentar-Kurzfilm beim Camerimage 2024 nominiert war und für einen Oscar geshortlistet wurde. Aus der Zusammenarbeit mit Regisseurin Hilke Rönnfeldt: Fence gewann für beste Bildgestaltung beim Internationalen Frauen Film Fest in Köln 2022 und Study of Empathy gewann für den besten internationalen Kurzfilm in Locarno 2023.

© Pauline Bossdorf

Matilda Mester

studierte Kamera an der Deutschen Film- und Fernsehakademie (DFFB). In Kopenhagen ist sie als Kamerafrau, Editorin und Coloristin im Bereich Kunst- und Dokumentarfilm tätig. Ihre Filme beschäftigen sich mit Fragen von Politik und Geschichte, versuchen größeren, nur schwer darstellbaren Zusammenhängen Form zu geben und dabei gleichzeitig der Poesie des Nebensächlichen den ihr gebührenden Raum zu lassen. Budinok - The Building (Co-Regie: Tatjana Kononenko) über das konstruktivistische Gebäude Derzhprom in Kharkiv, Ukraine, wurde 2019 in der Sektion First Lights von Ji.hlava uraufgeführt. Nakskov 1:50 (2022) ist sowohl ein liebevolles Porträt von männlichen Arbeitern im Ruhestand in einer alten Industriestadt als auch eine Studie über die Geschichte des dänischen Wohlfahrtsstaates. Er hatte Premiere beim CPH:DOX.

© Malte Ludwig