gesprächs:bedarf
Freitag, 15.11., 17.30 Uhr Theaterwerkstatt Pilkentafel
TICKETS
Mit diesem neuen Gesprächsformat möchten wir aktuelle gesellschaftspolitische Fragen in Kurzfilmen aufspüren und mit Filmschaffenden und Publikum diskutieren. Dabei treffen Filme unterschiedlicher Zeiten aufeinander: Filmdokumente verbinden sich mit aktuellen Kurzfilmen, um anders in die Zukunft blicken zu können.
In diesem Jahr stehen dabei Filme im Zentrum, die rassistische und antisemitische Taten aus der Unsichtbarkeit ins kollektive Gedächtnis bringen. Architekturen, Orte oder Familien, denen (k)ein Mahnmal gesetzt wurde, verbinden sich in einem Programm, das Erinnerungskultur diskutiert.
Gezeigt werden folgende Filme:
Bereinigung I
Franz Wanner, DE/CH 2024, 05:40 min
Spuren eines NS-Zwangsarbeitslagers werden von einem neuen Besitzer beseitig.
Tiefenschärfe
Alex Gerbaulet + Mareike Bernien, DE 2017, 14:22 min
Ein Film wird Dokument: versammelt Orte, die erschüttert wurden. Der Bildrahmen kippt, lässt die bodenlosen NSU-Morde nicht mehr leugnen.
Normality 8
Hito Steyerl, DE/AT 1999, 07:15 min
Im achten Kapitel ihrer 10-teiligen Videoarbeit beobachtet Hito Steyerl ein Mahnmal –
schmerzhaft wird daran der entfesselte Lauf der Rassismen sichtbar.
Bereinigung II,
Franz Wanner, DE/CH 2024, 04:40 min
Ist Erinnerungskultur ein berechtigtes Interesse? Im zweiten Teil seiner aktuellen Arbeit hinterfragt Franz Wanner die Rolle der Behörden beim Verschwinden eines früheren NS-Zwangsarbeitslagers in Bayern.
Im Anschluss: Diskussion u.a. mit Historikerin Cordelia Heß (Universität Aarhus), Moderation Vivien Buchhorn
Die Veranstaltung wurde kuratiert von Vivien Buchhorn, die ab 2025 die Künstlerische Leitung der Flensburger Kurzfilmtage übernimmt.