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Weitermachen Sanssouci

Veröffentlichungsdatum
20. März 2026

In Anwesenheit von Regisseur Max Linz zeigen wir Weitermachen Sanssouci am 27. März um 19 Uhr in der Theaterwerkstatt Pilkentafel. Der Eintritt ist frei.

DE | 2019 | Fiktionale Form | 80’ | OmeU

Klimaforscherin Phoebe Phaidon erhält einen befristeten Lehrauftrag am Institut für Kybernetik und Simulationsforschung einer Berliner Universität. Sie soll das Seminar „Einführung in die Simulationsforschung“ übernehmen, während die Institutsleiterin verzweifelt versucht, mit einem Drittmittelprojekt die drohende Schließung des Instituts abzuwenden. Alles hängt von der entscheidenden Evaluation am Ende des Semesters ab.

Phoebe gerät in ein Spannungsfeld aus Anpassung und Widerstand: Einerseits wird sie in die institutionellen Abläufe eingebunden und soll ihren Beitrag zur erfolgreichen Evaluation leisten, andererseits begegnet sie den Protesten der Studierenden mit wachsender Skepsis gegenüber den herrschenden Strukturen. Zwischen Motivations-Coachings, absurden Forschungsprojekten und dem allgegenwärtigen Zwang zur Selbstoptimierung verdichtet sich der Alltag am Institut humorvoll zu einer zugespitzten Momentaufnahme eines Hochschulsystems, das sich immer weiter von seinem ursprünglichen Bildungsauftrag entfernt.

© Amerikafilm und Filmgalerie 451

Max Linz (*1984) ist Filmregisseur und Autor. Er publiziert zu ästhetischen und filmpolitischen Themen, unter anderem zu Protestbewegungen an Filmhochschulen und Gegenarchiven. Seit 2019 ist er Gastprofessor im Studiengang Bühnenbild der Universität der Künste Berlin. Zu seinen weiteren filmischen Arbeiten gehören der Kurzfilm Die Finanzen des Großherzogs Radikant (2011) sowie die Langfilme Ich will mich nicht künstlich aufregen (2014) und L’état et moi (2022).